Home | 
Schlafen | 
Wissenwertes über schlafen | 
Schlaf Sie sich schlank!Je weniger oder schlechter Sie schlafen, um so dicker werden Sie. Zu wenig Schlaf beeinflusst zwei Hormone, die den Appetit steuern. Der gute Rat folgt : sorgen Sie für eine gute Nachtruhe.Schlafstörungen sind kein Vergnügen, aber jetzt scheint, dass Sie davon auch noch dicker werden. Das folgt aus den Untersuchungen der Universitäten von Stanford und Wisconsin, publiziert in der Zeitschrift Public Library of Science (Dezember 2004). Emmanuel Mignot und Kollegen studierten das Schlafmuster von etwa tausend Freiwilligen, die man seit 1989 beobachtet hat in der so genannten Wisconsin Sleep Cohort Study. Um die vier Jahre bringen diese Freiwilligen eine Nacht im Laboratorium durch, wo unter anderem ihr Blut untersucht und das nächtliche EKG registriert wird. Außerdem füllen sie um die vier Jahre einen Fragebogen aus über ihre Schlafgewohnheiten und führen ein 'Schlafbuch'. Eine zu kurze oder gestörte Nachtruhe beeinflusst zwei bei der Essenslust betroffene Hormone, Ghreline und Leptine. Ob der Schlaf zu kurz war, ist eine sehr persönliche Empfindung. Manche Menschen haben effektiv weniger Schlaf nötig. Die Hormone arbeiten gegeneinander. Ghreline, ausgeschieden im Magen, weckt die Essenslust. Das durch Fettzellen produzierte Hormon Leptine löscht das Hungergefühl nach einer guten Mahlzeit aus. Das Wachtumshormon Somatotropine, welches vor allem im Tiefschlaf produziert wird, ist wiederum wichtig bei der Verarbeitung der Nahrungsmittel, dem Stoffwechsel. Zu kurze Nachtruhe scheint das subtile Gleichgewicht zwischen beiden Hormonen zu stören. Mit Hilfe von Untersuchungen hat man die Hormonspiegel von Personen, die nachts 8 Stunden geschlafen haben, mit denen verglichen, die schon nach 5 Stunden Schlaf wieder auf den Beinen waren.
Churchill war ein notorischer Kurzschläfer. Zufall?
Die Kurzschläfer hatten am nächsten Morgen viel höhere Konzentration von dem Essenslust weckenden Hormon Ghreline im Blut, bis 15% mehr. Außerdem fanden die Forscher genau weniger von dem Hunger unterdrückenden Hormon Leptine, bis 15 % weniger. Die Kurzschläfer haben also beim Aufwachen einen größeren Hunger, der dazu noch nicht sehr leicht zu stillen ist. Das war auch sichtbar auf der Waage. Die Forscher bestimmten für alle Testpersonen den so genannten Bodymass Index oder BMI genannt, der wissenschaftliches Maß für Fettleibigkeit ist. Bei Kurzschläfern fiel der BMI durchschnittlich 3,6% höher aus als bei den Langschläfern. Für eine Person, die 1,74 Meter groß ist und ein Gewicht von 70 Kilo hat, kommt das überein mit einer Gewichtszunahme von zwei Kilo. Schon frühere Untersuchungen haben eine Verbindung festgestellt zwischen der Länge der Nachtruhe und den Hunger-Hormonen Ghreline und Leptine, aber es waren kleine Studien in streng kontrollierten Laboratorien. Die Forscher betonen, dass mit der Wisconsin Sleep Study der Zusammenhang zum ersten Mal durch große, langfristige Untersuchungen bei der Bevölkerung festgestellt wurde. Mignot glaubt sogar an eine Schlaftherapie für Dicke. Mit Schlafratschlägen können Sie vielleicht Fettleibigkeit heilen oder ihr entgegentreten. Der Tiefschlaf und die Gewichtskontrolle. Außerdem haben Untersuchungen gezeigt, dass das während des Tiefschlafes (Phase 3 und vor allem Phase 4) produzierte Wachstumshormon Somatotropine den Stoffwechsel stimuliert und dadurch die Fettbildung behindert. Es ist also sicher, dass nicht nur die Länge der Nachtruhe, aber auch die Qualität des Schlafes für eine schlanke Linie sorgen. Andere Studien gingen noch weiter und zeigten an, dass ein Mangel an Tiefschlaf in der Jugend eine bleibende Auswirkung kann haben auf den Stoffwechsel während des ganzen Lebens. Erwachsene, die in der Jugend schlecht geschlafen haben, hatten in späteren Jahren Probleme, Fett und Nahrungsmittel umzusetzen und waren sichtbar dicker. |
